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Sender Potsdam - Golm

zusammengetragen von: Jürgen Tiedmann

Rundfunksender

Sendestation / Ort Zeit Band Frequenz Meter Programm Leistung Bemerkungen
Potsdam
Golm
20.06.1946
01.05.1948
bis ???
MW 564,0 kHz   Regionalprogramm Potsdam 1,2 kW
20 kW
Inbetriebnahme
Regionalprogramm stundenweise
16.04.1948   656,0 kHz       Versuche zur Abstimmung der Antenne und Messung am Sender
von ???
1954
bis ???
MW 557,0 kHz        
1978
bis
1990
MW 603,0 kHz   Radio DDR 1

Regionalprogramm Potsdam
20 kW
30 kW


Regionalprogramm stundenweise
von ???
1962 - 1976
bis ???
MW 656,0 kHz 457,0 Berliner Welle
Berliner Rundfunk
20 kW  
1991 MW 693,0 kHz Berliner Rundfunk 8.00 - 16.00 Uhr
von ???
bis ???
MW   kHz Radio DDR 2  
von ???
bis ???
MW 575,0 ? kHz Radio Volga  

Am 20.06.1946 begann der Sendebetrieb des "Landessender Potsdam" vorerst im Studiogebäude in der Kapellenbergstr. 4 (später Puschkinallee) aus Sendung.

Es handelte sich um einen ehemaligen Lorenz- Langwellensender der Marine.

    Quellen: [4], [213]

    Quelle: [170]          Quelle: [170]

Ab 1947 begann der Bau der eigentlichen Sendeanlage auf dem Gelände einer ehemaligen Feldmeisterschule des Reichsarbeitsdienstes in Golm bei Potsdam.

    Quelle: [170]

Die Technik wurde aus alten, zum Teil zerstörten, anderen Sendanlagen zusammengetragen. Aus Rehmate (Sender Zehlendorf ) kam das Baumaterial für den 98 m hohen freistehenden Holz-Sendeturm. Dieses stammte von zwei Türmen, die bereits seit 1936 dort standen. Er trug ein horizontales Holzkreuz auf der Spitze. Zwischen den Spitzen der Ausleger der Kreuzarme waren 4 dreidrähtige T-Antennen befestigt deren Zuleitungen am Fußpunkt zusammengefasst waren und an der Außenseite des Turms entlang zum Abstimmhaus unter den Turmfüßen führte. Die Antenne war somit eine Parallelschaltung von vier T-Antennen, ein vertikaler Rundstrahler mit einer Eigenwelle von 528 m. Derzeit war dieser Turm einer der höchsten Holztürme Europas.

Am 1.05.1948 ging der Sender als zentraler Sender für das damalige Land Brandenburg mit dem Programm des Landessender Potsdam in Betrieb.

       
Quelle: [170]     Quelle: [170]     Sendebaracke (Baracke Nr. 20), Quelle: [170]

Als Sendeanlage diente ein 20-kW-Telefunken-Sender.

    Quelle: [170] Günter Grützner              Quelle: [170]

Zur Notstromversorgung diente ein alter U-Boot-Diesel.

    Quelle: [170]

Hier ein Lageplan der Gebäude, sendetechnischen Anlagen und Rettungswege aus dem Jahre 1958:

    Quellen:[4], [213]

Am 25.10.1979 wurde der Holzturm wegen Baufälligkeit gesprengt. Als Ersatz wurden zwei 51 m hohe Stahlgittermasten errichtet, von denen einer als Betriebs- und der andere als Reserveantenne diente.

    Quelle: [170]

    Quelle: [170]
Eine der Antennen am stählernen Gittermast

    Quellen: [4], [213]

Am 20. August 1992 wurde der Sendebetrieb eingestellt. Die Anlagen wurden 1993/1994 abgerissen.


Quellen: [4], [170], [213]

nach oben Seitenanfang Letzte Änderung dieser Seite: 17.06.2023